Selbstverständnis unseres Straßenfests

Das Straßenfest soll ein Ort sein, an dem sich Menschen begegnen, gemeinsam feiern und Solidarität leben. Mir dem Fest möchten wir einen Ort schaffen, an dem sich alle Menschen wohl und sicher fühlen können. Es ist egal, wo sie her kommen, welches Geschlecht sie haben, welche sexueller Orientierung, welche körperlichen Voraussetzungen oder wie viel Geld. Uns ist wichtig, dass alle eine gute Zeit haben können: Besucher*innen, Mitwirkende, Künstler*innen und Anwohner*innen. Das Straßenfest ist entstanden aus der Mieter*innenbewegung. Unser Wunsch ist, dass sich die Menschen in dieser Stadt respektvoll begegnen, offen füreinander und solidarische sind.

Wir wissen, dass dieses rücksichtsvolle Miteinander nur entstehen kann, wenn alle gemeinsam Verantwortung übernehmen. Wir möchten alle Beteiligten des Straßenfests im Thema Awareness stärken. Wir möchten dazu beitragen, dass sich Menschen, die von Benachteiligung und Diskriminierung betroffen sind, hier sicherer und besser unterstützt fühlen könne. Dazu haben wir eine klaren Haltung, wir sind offen für Rückmeldungen und Kritik und wir wollen die Perspektiven (Sichtweisen) möglichst vieler Menschen berücksichtigen.

Unser Fest ist nicht kommerziell. Bei uns arbeiten alle ehrenamtlich. Die Einnahmen fließen zum größten Teil in soziale und politische Projekte. Welche das sind und weitere Infos dazu findet man auf unserer Website.

Die Auswahl der Stände und Bands richtet sich nach unserem Selbstverständnis: solidarisch und inklusiv.

Wir wünschen uns eine Stadt, in der Vielfalt, Solidarität und gegenseitiger Respekt gemeinsam gelebt werden. Dafür steht unser Straßenfest.

Das alles ist ein langer Prozess. In diesem Prozess ist uns eure Meinung wichtig. Daher freuen wir uns jederzeit über Feedback. Habt ihr Anmerkungen oder Fragen? Dann meldet euch über per Mail an: awareness@strassenfest.org

SO WOLLEN WIR UNS AUF DEM FEST BEGEGNEN

Achtsames Miteinander.
Das Straßenfest soll ein Ort sein, an dem alle Menschen rücksichtsvoll und respektvoll miteinander umgehen. Wir wünschen uns, dass alle Verantwortung für Andere und sich selbst übernehmen. (z.B. auch beim Konsum von berauschenden Mitteln). Wir möchten, dass sich möglichst alle wohl und sicher auf dem Straßenfest fühlen können. Deshalb gehen wir wertschätzend und verantwortungsvoll miteinander um.

Grenzen respektieren.
Wir handeln nach dem Prinzip: „Nur ja heißt ja!“. Das bedeutet auch: Wenn eine Person nichts sagt oder wenn sie „Vielleicht“ sagt, heißt das „Nein“. Wir können nicht wissen, wo die Grenzen anderer Menschen liegen. Deshalb müssen wir eine Zustimmung ausdrücklich einholen.

Keine Toleranz gegenüber diskriminierenden & faschistischen Symbolen.
Das bedeutet für uns: Menschen, die solche Symbole z.B. in Form von Tattoos oder Kleidung präsentieren, werden vom Straßenfest ausgeschlossen.

Diskriminierung und Gewalt führen zum Ausschluss.
Auf dem Straßenfest wird Diskriminierung wie Sexismus, Rassismus, Ableismus, Antisemitismus oder Queerfeindlichkeit nicht toleriert. Menschen, die sich so verhalten, werden vom Fest ausgeschlossen. Genauso führen körperliche und psychische Gewalt zum Ausschluss vom Straßenfest. Wir wollen als Verbündete handeln und wir wollen diejenigen, die strukturelle Diskriminierung erfahren, schützen. Wir wollen unsere verschiedenen Möglichkeiten dafür nutzen, unsere Räume sicherer zu gestalten. Das bedeutet auch, dass wir uns mit mit unseren eigenen Privilegien (also unseren gesellschaftlichen Vorteilen) auseinandersetzen.

Wir glauben Betroffenen.

Nur die betroffene Personen selber weiß, wann bei ihr eine Grenze überschritten wurde. In unserer Gesellschaft glaubt man den betroffenen Personen aber oft nicht. Wir wollen uns klar an die Seite der Betroffenen stellen. Wir unterstützen sie, indem wir auf ihre Bedürfnisse, Wünsche und Forderungen eingehen. Unser Ziel ist, dass sich Betroffene wieder sicherer fühlen können und dass sie den Ort nicht verlassen müssen.

Tänzerinnen werfen Schatten aufs Kopfsteinpflaster